Mummy's schwäbische Fastnachtsküchlein


Jedes Jahr ein Highlight für Groß und Klein, meine schwäbischen Fastnachtskrapfen. Einen Moment musste ich überlegen in welche Kategorie ich dieses Rezept einordnen soll. Denn die Fastnachtskrapfen oder auch Fastnachtsküchlein genannt, passen auch gut in die Kategorie Kinder und dürfen eigentlich auf keinem Kindergeburtstag fehlen. Des Weiteren sind die Fastnachtsküchlein ein altes Rezept meiner Oma und wecken Kindheitserinnerungen. Bestehend aus einem fliuffigen Hefeteig werden die schwäbischen Fastnachtskrapfen in heißem Fett ausgebacken. Anders als Berliner sind diese schwäbischen Fastnachtskrapfen ohne Füllung. Ihr könnt sie natürlich auch mit Marmelade, Eierlikör oder anderen Leckereien füllen.
Was hat der Krapfen mit Fasching zu tun und wo kommt er her?
Kurz vor der Fastenzeit wurde der Verzehr von Krapfen von Geistlichen empfohlen, um Energie zu tanken. So entstand auch der Fasching, denn vor der langen Fastenzeit durfte noch einmal gesündigt und gefeiert werden.
Ursprünglich galten Krapfen hauptsächlich als Festtags- und Fastengebäck und wurden in den katholisch geprägten Gebieten zunehmend in der Fastnachtszeit populär. Bei der Rückführung des Wortes auf die Hofratsköchin Cäcilie Krapf aus dem Jahr 1690 handelt es sich jedoch um eine Legende. In Österreich werden Krapfen bereits in Schriften aus dem 13. Jahrhundert erwähnt. Aus dem Jahr 1486 stammen erste Rezepte in der Köchordnung der Stadt Wien. Die Köchinnen wurden als Krappffenpacherinnen bezeichnet. Im Barock waren Limoni-Krapfen eine Süßspeise der Oberschicht. Während des Wiener Kongresses im Jahr 1815 sollen etwa 10 Millionen Krapfen gegessen worden sein.
Welche Zutaten braucht ihr für die Fastnachtskrapfen?
Fastnachtskrapfen werden aus Hefeteig hergestellt und in heißem Fett ausgebacken.
Das heißt die Hauptzutaten sind alles was man für einen Hefeteig braucht:
- Mehl - Hier verwende ich immer Weizenmehl Type 405
- Hefe - ich verwende immer frische Hefe. Alternativ könnt ihr auch Trockenhefe nehmen.
- Milch - darin wird bei mir die Hefe aufgelöst.
- Zucker - für eine angenehme Süße und als Treibmittel für die Hefe.
- Butter - Alternativ könnt ihr auch Maragrine verwenden.
- Eier - um eine Bindung für den Teig zu erhalten.
Und schon geht's los...

Ihr braucht für die Fastnachtskrapfen einen großen Topf, zwei große Schüsseln und einen Schaumlöffel.
An Fett nehme ich immer Biskin (Werbung selbstbezahlt)
- Zutaten für ca. 20 Stück (je nach Größe)
- 1 - 2 kg Fritierfett z.B. Biskin
- 1 kg Weizenmehl Typ 440
- 1,5 Würfel Hefe
- 1 Prise Salz
- 1/2 Liter Milch
- 125g Margarine
- 2 Eier
- 200g Zucker
- 2 - 3 TL Zimt und nochmal 200g Puderzucker
- 1 Vanillezucker
Zubereitung:
- Mehl in eine Schüssel geben
- Milch in einem Topf lauwarm werden lassen, 1 Eßl. Zucker hinzugeben und Hefe darin auflösen
- Das Gemisch über das Mehl geben und ca. 15 Min. an einem warmen Ort abgedeckt gehen lassen
- Margarine in einem Topf zerlassen und zugeben
- Danach die restlichen Zutaten hinzufügen und zu einem Teig verarbeiten - entweder mit der Küchenmaschine oder von Hand
- Teig erneut 30 Min. abgedeckt gehen lassen bis er die doppelte Größe erreicht hat
- Danach könnt ihr Krapfen formen
- Ich nehme ein kleines rundes Glas und Steche die Krapfen aus oder schneide mit einem Messer kleine Vierecke oder Prismen ab.
- Die Fastnachtskrapfen müssen dann ebenfalls noch einmal ca. 10 - 15 Min. gehen
- Zwischenzeitlich könnt ihr das Fett zum Ausbacken der Fastnachtskrapfen im Topf erhitzen und die zwei großen Schüsseln bereit stellen.
- In eine Schüssel füllt ihr Zimt, Zucker und 1 Päckchen Vanillezucker
- Die zweite Schüssel könnt ihr mit Küchenrolle auslegen zum aufsaugen des Fettes
- Das Fett muss so heiß sein, dass es zischt
- Die Fastnachtskrapfen auf niedrigster Stufe im Fett beidseitig ausbacken und zum Abtropfen in die leere Schüssel geben
- Danach in Zucker und Zimt wälzen
Wenn Euch mein Rezept gefallen hat, dann lasst mir gerne einen Kommentar da!
Bei Fragen, Kritik und Anregungen dürft ihr mich gerne kontaktieren.
Über eine Bewertung meines Rezeptes im Anschluß würde ich mich sehr freuen!
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